Mitten im Waldviertel - in unmittelbarer Nähe des Renaissanceschlosses Greillenstein - liegt in einer der kleinsten Gemeinden Niederösterreichs (Röhrenbach) der Ort Winkl.
Neben traditionellen Vorhaben wie Ortsbildpflege, Spielplatz, Feste, etc. war die Errichtung eines Gemeinschaftshauses ein Projekt, welches zur Gründung eines Dorferneuerungsvereines führte. Dieses Haus mit einem Mehrzweckraum entstand auf einem Grundstück, wo ehemals mehrere sehr verwinkelte Bauten standen und es wurde diesen auch wieder nachempfunden. "Wink(e)l" war immer wieder Thema, auch in der Namensfindung des Vereines.
Ziel ist es, angelehnt an das schwedische Modell der Studienzirkel, eine inhaltliche Auseinandersetzung mit Themen der Zeit, auch in kleinen Orten bzw. in kleinen Foren zu ermöglichen. Motto: Provinz muss nicht provinziell heißen.
Sehr oft sind Inhalte, die in Seminaren u. Trainings vermittelt werden, in der Praxis nicht, oder kaum verwendbar. Traditionelle Weiterbildungen werden dadurch wertlos bzw. zu Fehlinvestitionen. Andererseits leben wir in einer Zeit, in der zunehmend von Wissensmanagement in der Informationsgesellschaft die Rede ist. (Wie lässt sich aber Wissen managen?). Bleibt also die Schlüsselfrage:
wie wird wissen wirksam (wwww)
Die Dorfuni Winkl möchte Wissens- und Erfahrungserwerb vor Ort ermöglichen und somit die Wissensbasis der Region stärken (Stichwort: Gedächtnis einer Region).
Nachstehend einige Module zur Umsetzung:
Zu fixen monatlichen Terminen werden Schwerpunktthemen behandelt. Ähnlich dem Model der Studienzirkel wird unter Beteiligung von FachreferentInnen mit den TeilnehmerInnen an relevanten Inhalten gearbeitet. Ziel ist die gemeinsame Sprache zwischen „Wissenschaft“ und „gemeinem Volk“. Dieser Wissensaustausch findet an authentischen Orten statt.
Traditionelle Vorträge, Workshops und Kurse bilden das Basisprogramm.
Wie in der Vergangenheit werden „begreifbare“ Beispiele zu interessanten Themen besucht. (Energieort Kautzen, Museum für Alltagsgeschichte Neupölla,...)
Die kürzlich eingerichtete Winklwerk–Bibliothek /Mediathek wird laufend ergänzt.
Die installierte Internet Homepage wird laufend erweitert und auch als Kommunikationsplattform genutzt. Die Kontakte mit internationalen Partnern sollen derart gesichert werden.
Mit Bildungseinrichtungen der Nachbargemeinden wurden bereits Kooperationsprojekte avisiert.
Sowohl auf Waldviertelebene, als auch grenzüberschreitend wurden erste Kontakte bezüglich Kooperationsveranstaltungen gesucht. (Treffen der "ARGE Region und Kooperation" in Winkl)
Neben dem Internet wird auch ein traditionelles Medium zur Öffentlichkeitsarbeit genutzt. Das Infoblatt "Winklwerk" wurde 1997 erstmals publiziert und wird weiterhin regelmäßig erscheinen. Auch die Zusammenarbeit mit den regionalen Medien wird forciert.
Für das Gemeinschaftshaus wurde eine seminargerechte Ausstattung angeschafft. Die Grundinstallationen wurden bereits bei der Errichtung vorgesehen. Zwischenzeitlich werden auch die beiden Gasthäuser als Veranstaltungsräume eingebunden. Diese Dorfgasthäuser verfügen noch über ein sehr authentisches Ambiente.
Auch Externe können das Raumangebot nutzen. Regionale Initiativen, wie beispielsweise der "Arbeitskreis Region und Kooperation" des Waldviertelnetzwerkes, tagt in Winkl.
Das detaillierte Programm befindet sich auf der Homepage des Vereines. Nachstehend einige Veranstaltungsbeispiele:
„Die Zukunft des Waldviertels“: DI Adi Kastner
„Kränkung und Krankheit“: Dr. Georg Wögerbauer
„Die Geschichte unseres Ortes gemeinsam erzählt“ - Alltagsgeschichte anhand von Fotodokumenten
„Der etwas andere Advent - BewohnerInnen entdecken Ihre Talente“
„Der naturnahe Garten“,
„Jährlicher Kabarettabend“,
Kurse wie „Beckenbodengymnastik“ (Kursreihe), „Internet II“ (wie wirkt das Medium auf unseren Alltag), Reigentänze, Obstbaumschnitt,
„Vollmondtreffen zum Thema Postfordismus"
Herausgabe eines regionalen Marterlführes
Eine nachdenkliche Ausstellung zum Truppenübungsplatz Allentsteig
u.v.a.
„Hat der Mensch sich erfaßt und das Seine ohne Entäußerung und Entfremdung in realer Demokratie begründet, so entsteht in der Welt etwas, das allen in die Kindheit scheint und worin niemand war: - Heimat-.“
Die Dorfuni will zeigen, dass auch ein kleiner Ort ein interessantes Angebot bieten kann und Heimat möglich wird/bleibt.
Interessiert? Schauen Sie vorbei!!!!